Artikel - Register "Lager" - Unterregister "Einstellungen"

 

Das Unterregister "Einstellungen" enthält sämtliche Werte bzw. Einstellungen, die in der WinLine Lagerverwaltung eine Rolle spielen.

 

 

Folgende Eingabefelder, Einstellungen und Informationen stehen zur Verfügung:

 

Einkauf

 

Ø  Lager Mindestbestand

An dieser Stelle wird der Mindestbestand des Artikels hinterlegt. Wird der Mindestbestand unterschritten (unter Berücksichtigung aller bis zu einem bestimmten Stichtag noch fälligen Vorgänge), so ergänzt der automatische Bestellvorschlag die Lagermenge automatisch auf den "Lager Sollbestand".

 

Ø  Lager Sollbestand

In dieses Eingabefeld wird der Sollbestand des Artikels hinterlegt. Wird der Mindestbestand unterschritten (unter Berücksichtigung aller bis zu einem bestimmten Stichtag noch fälligen Vorgänge), so ergänzt der automatische Bestellvorschlag die Lagermenge automatisch auf den "Lager Sollbestand".

Hinweis

Neben der manuellen Hinterlegung des Sollbestands stehen mit Hilfe der Auswahl "Berechnung Sollbestand" weitere Berechnungsmethoden zur Verfügung.

 

Ø  Berechnung Sollbestand

Mit dieser Einstellung kann festgelegt werden, wie der "Lager Sollbestand" berechnet werden soll; d.h. in weiterer Folge im "Bestellvorschlag erstellen" herangezogen bzw. das Feld "Lager Sollbestand" aktualisiert werden soll. Folgende Einstellungen stehen hierbei zur Auswahl:

 

ü  0 - Lager Soll
Mit dieser Einstellung wird immer der Wert aus dem Eingabefeld "Lager Sollbestand" herangezogen.

 

ü  1 -12 Durchschnitte der letzten x Monate
Mit dieser Einstellung werden die verkauften Mengen der letzten x Monate (lt. Verkaufsstatistik) zur Berechnung herangezogen.

Hinweis

Wird im Menüpunkt "Bestellvorschlag erstellen" der Button "Sollbestand berechnen" gedrückt, so wird dieser anhand der hier getroffenen Monatseinstellung berechnet und ins Eingabefeld "Lager Sollbestand" (nicht editierbar) zurückgeschrieben.

 

ü  99 - manuelle Eingabe
Mit dieser Einstellung wird ein weiteres Eingabefenster geöffnet (Anwählen des "Pfeil"-Buttons  neben dem Eingabefeld), in welchem die Sollbestände mit Datumseingrenzung eingegeben werden können.

Hinweis

Wird im Menüpunkt "Bestellvorschlag erstellen" der Button "Sollbestand berechnen" gedrückt, so wird dieser anhand der Einstellung in dieser Tabelle berechnet und ins Eingabefeld "Lager Sollbestand" (nicht editierbar) zurückgeschrieben.

 

Ø  Einkauf

Mittels dieser Einstellung kann definiert werden, ob im "automatischen Bestellvorschlag" (Bestellvorschlag erstellen) für die gesamte Bestellmenge eine Dispozeile erstellt werden soll oder ob dies pro Kundenauftrag erfolgen soll.

 

ü  0 - Summenzeile
Durch die Auswahl "Summenzeile" (Standardvorbelegung) wird beim Erstellen eines Bestellvorschlages für die gesamte Bestellmenge eine Dispozeile erzeugt.

 

ü  1 - Einzelzeilen
Durch die Option "Einzelzeilen" wird für jeden Kundenauftrag eine eigene Dispozeile erzeugt. Dadurch ist es auch möglich, dass im Menüpunkt "Bestellvorschlag bearbeiten" zusätzlich die Kundennummer, der Kundenname und die Auftragsnummer des Kundenauftrags angezeigt werden. Beim Erzeugen einer Lieferantenbestellung wird jedoch wieder eine einzige Lieferantenbestellung erzeugt. D.h. anders als bei auftragsbezogenen Bestellungen wird die Option "eine Bestellung pro Kunde" nicht berücksichtigt.

 

Ø  Puffertage

Mit der Definition von Puffertagen kann die bestehende Logik des automatischen Einkaufs (Programm "Bestellvorschlag erstellen") erweitert werden:

 

ü  Bei der Ermittlung der zu bestellenden Artikel werden die hinterlegten Puffertage auf die Wiederbeschaffungstage des jeweiligen Lieferanten hinzuaddiert.

ü  Bei Nutzung der Option "Lieferdatum aus Auftrag übernehmen" des Bestellvorschlags, wird das Lieferdatum um die hinterlegten Puffertage reduziert.

 

Achtung

Die Puffertage (FAKT-Parameter oder Artikelstamm; siehe auch "Hinweise") werden automatisch für all jene Artikel genutzt, welche im Feld "Einkauf" die Option "1 - Einzelzeilen" geschlüsselt haben!

Hinweis

Folgende Punkte sind bezüglich Puffertagen zusätzlich zu beachten:

 

ü  Eine negative Eingabe von Puffertagen ist nicht möglich.

ü  Die im Artikel getroffene Einstellung übersteuert die globale Einstellung für Einkaufs-Puffertage, welche in den FAKT-Parameter (Bereich "Einkauf") hinterlegt werden kann.

ü  Wenn ein Wert von 0 als Puffertage im Artikelstamm hinterlegt ist, gilt dieses als "keine Eingabe", d.h. der Wert aus den FAKT-Parametern wird ohne Änderung für die Berechnung des Liefertermins herangezogen.

ü  Die Einstellungen für Einkaufs-Puffertage werden im Bestellvorschlag sowohl bei Einkaufsartikeln (Artikeltyp "0 - Hauptartikel"), als auch Produktionsartikeln (Artikeltyp "2 - Produktionsartikel") berücksichtigt.

 

Ø  Bezugskosten

Für die Bezugskostenberechnung gibt es zwei Möglichkeiten:

 

ü  In der Artikelgruppe wird ein Bezugskosten-Prozentsatz eingegeben. Auf Basis des Einkaufpreises werden die Bezugskosten ermittelt.

ü  Pro Artikel kann im Feld "Bezugskosten" (Register "Lager", Unterregister "Einstellungen") der Wert der Bezugskosten hinterlegt werden, wobei der Wert für eine Einkaufscolli gilt (wurde keine Einkaufscolli eingetragen, so bezieht sich der Wert auf ein Stück).

Hinweis

Falls kein Betrag hinterlegt wird, gilt der Prozentsatz aus der Artikelgruppe. Des Weiteren können die Bezugsnebenkosten in der Belegerfassung pro Artikelzeile nochmals überschrieben werden (Spalte "Bezugskosten").

 

Bewertung

 

Ø  Basis für Rohertrag

In den FAKT-Parametern im WinLine Start kann die Basis für die Rohertragsermittlung hinterlegt werden. Dies gilt standardmäßig für alle Artikel, es sei denn es wird hier im Artikelstamm eine andere Basis für einen Artikel ausgewählt. Es stehen folgende Möglichkeiten zur Verfügung:

 

ü  0 - lt. FAKT - Parameter

ü  1 - Einstandspreis

ü  2 - letzter Einkaufspreis

ü  3 - niedrigster Einkaufspreis

ü  4 - letzter Einkaufspreis + Bezugskosten

Hinweis

Es werden die Bezugskosten pro Stück berücksichtigt, wenn im Feld "Bezugsnebenkosten" des Artikelstamms (Register "Lager" - Unterregister "Einstellungen") ein Eintrag vorhanden ist. Andernfalls wird der BNK-Prozentsatz aus der Artikelgruppe berücksichtigt.

 

ü  5 - allgemeiner Einkaufspreis

ü  6 - Bewertungspreis der Komponenten (steht nur bei Handelsstücklistenartikel zur Verfügung)

Hinweis

Wird diese Option verwendet, so wird im Belegerfassen der Bewertungspreis der Komponenten und nicht die Einstellung des Stücklistenartikels herangezogen

 

Ø  Lagerbewertung

An dieser Stelle kann hinterlegt werden, aufgrund welcher Basis die Lagerbewertung erfolgen soll. Dies hat nur Auswirkung auf die Darstellung der Artikellisten. Folgende Möglichkeiten stehen zur Verfügung:

 

ü  0 - Einstandspreis

ü  1 - letzter Einkaufspreis

ü  2 - niedrigster Einkaufspreis

ü  3 - letzter Einkaufspreis + Bezugskosten

Hinweis

Es werden die Bezugskosten pro Stück berücksichtigt, wenn im Feld "Bezugsnebenkosten" des Artikelstamms (Register "Lager" - Unterregister "Einstellungen") ein Eintrag vorhanden ist. Andernfalls wird der BNK-Prozentsatz aus der Artikelgruppe berücksichtigt.

 

ü  4 - allgemeiner Einkaufspreis

 

Allgemeine Einstellungen

 

Ø  Statistik

Das Statistikkennzeichen dient für die Erstellung der Verkaufsstatistik. Durch Anklicken des Pfeils bzw. durch die Tastenkombination ALT + Pfeil-nach-Unten können alle Möglichkeiten aufgelistet werden.

 

ü  0 - Keine Statistik
Der Artikel wird in der Verkaufsstatistik nicht berücksichtigt.

 

ü  1 - Einzelzeilen
Jede Fakturenzeile, die für den Artikel erstellt wurde, wird vollständig in die Verkaufsstatistik aufgenommen (Detailinformation).

 

ü  2 -Summenzeilen
Die Fakturenzeilen des Artikels werden zu Artikelgruppenwerten verdichtet (komprimierte Verkaufsinformation).

 

Im Belegerfassen kann in der Belegmitte dieses Statistikkennzeichen noch geändert werden.

Hinweis

Die Spalte "Statistik" wird standardmäßig nicht angezeigt, sondern muss im Kontextmenü über "Spalten anzeigen/verstecken" eingeblendet werden.

 

Ø  Bestandsbuchung

Hier kann eingestellt werden, ob beim Rechnen einer Faktura oder im Zuge der Lagerneubewertung eine Bestandsbuchung für den Artikel

 

ü  0 - durchgeführt

ü  1 - nicht durchgeführt

ü  2 - die Buchungsoption der Komponenten berücksichtigt

 

werden soll. Voraussetzung beim Rechnen einer Faktura dafür ist, dass in der verwendeten Belegart eine Maskierung für die Bestands- bzw. Einsatzbuchung hinterlegt wurde.

 

Ø  Serviceprojekt

Über dieses Kennzeichen wird gesteuert, ob für diesen Artikel ein Serviceprojekt eröffnet werden kann (nähere Informationen hierzu entnehmen Sie bitte dem Kapitel "Serviceprojekte - Zusammenfassung").

 

Ø  Liefersperre

Durch Aktivierung dieser Option wird der Artikel mit einer Liefersperre versehen. In dem folgenden Feld "aufgehoben ab" kann wiederum ein Datum hinterlegt werden, ab wann die Liefersperre nicht mehr gilt, d.h. aufgehoben wird.

Hinweis

In welchen Belegstufen die Liefersperre greifen soll, wird über die Belegoptionen (WinLine FAKT - Stammdaten - Belegstammdaten - Belegoptionen - Register "Liefersperre") definiert. In der anschließenden Belegerfassung erfolgt die Prüfung der Liefersperre unter Berücksichtigung des jeweiligen Belegdatums.

Beispiel

Gemäß einer vertraglichen Vereinbarung darf ein neues Produkt (im Artikelstamm seit dem 31.08.2016) erst ab dem 01.10.2016 an Kunden geliefert werden, die Erfassung von Angebote bzw. Aufträgen im September ist aber gewünscht. Um dieses zu gewährleisten wird bei dem Artikel eine Liefersperre bis zum 01.10.2016 hinterlegt und die Prüfung der Liefersperre auf die Belegstufen "Lieferschein" und "Faktura" beschränkt.

 

Artikeltyp

 

Ø  Artikeltyp

An dieser Stelle wird der Typ des Artikels definiert. Hierbei ist zu beachten, dass eine Umstellung des Artikeltyps in der Regel nicht mehr möglich ist, sobald der Artikel in Belegen verwendet wurde!

 

ü  0 - Hauptartikel
Der Artikel wird als normaler Lagerartikel geführt. D.h. ein Hauptartikel wird eingekauft und ohne Weiterbearbeitung verkauft.

 

ü  1 - Lagerneutraler Artikel
Der Artikel wird behandelt wie ein normaler Artikel, d.h. es werden auch Umsätze und Mengen mitgeführt. Der Unterschied zu einem Hauptartikel besteht darin, dass ein lagerneutraler Artikel im Bestellvorschlag nicht berücksichtigt und bei "Kundenbestellungen bearbeiten" immer ausgeliefert wird (da keine Lagerstandsunterschreitung geprüft wird).
Außerdem können lagerneutrale Artikel bei diversen Auswertungen ausgenommen werden. Lagerjournalzeilen werden auch für den lagerneutralen Artikel mitgeschrieben, damit ersichtlich ist, was von diesem Artikel bewegt worden ist (Verkäufe, etc.).
In der Praxis werden Artikel wie "Dienstleistungen", "Frachtkosten" oder "Versicherungskosten" als lagerneutral definiert.

 

ü  2 - Produktionsartikel
Der Artikel wird (in der Regel) nicht von einem Lieferanten zugekauft, sondern im Modul WinLine PPS aus anderen Artikeln produziert (mehrstufige Stücklistenproduktion). Für diese Artikel muss im Feld "Stückliste" die entsprechende Produktionsstücklistennummer eingetragen werden.

 

ü  3 - Handelsstückliste
Der Artikel wird mit dem Typ "3 - Handelsstückliste" geschlüsselt, wenn bei dem aktiven Artikel eine Handelsstückliste hinterlegt werden soll. Dieser Artikeltyp wird in der Regel dann gewählt, wenn es sich um einen Artikel handelt, welcher sich aus mehreren anderen Hauptartikeln zusammensetzt.

Hinweis

Nähere Informationen zur Handelsstückliste und deren Anlage entnehmen Sie bitte dem Kapitel Die Handelsstückliste.

 

ü  4 - Rezeptartikel
Es handelt sich um einen Artikel, der sich aus mehreren Hauptartikeln zusammensetzt. Bei Auswahl dieses Typs können für gebuchte Artikel weitere Buchungszeilen erzeugt werden. Die Generierung der Buchungszeilen erfolgt über den Menüpunkt "Artikeljournal buchen".
Im Feld "Stückliste" kann die dazugehörige Handelsstückliste zugeordnet bzw. angelegt werden.
Zu beachten ist bei der Zuordnung der Bestandteile (Stücklistenartikel), dass 2-Mengen-Artikel nicht verwendet werden können und die Ausprägung eines Ausprägungsartikels bereits im Stücklistenstamm vorzunehmen ist. Eine nachträgliche Auswahlmöglichkeit der Ausprägung - in der Belegerfassung bzw. beim Buchen der Stücklistenartikel - ist nicht möglich (weitere Details zur Funktionalität werden im Kapitel "Artikeljournal buchen" erläutert).

 

ü  5 - Package-Artikel
Bei einem Package-Artikel handelt es sich um grundsätzlich einen Artikel, welcher in der Belegerfassung erfasst werden kann, die eigentlichen Buchungen (Lager, Statistik, Übergabe an die WinLine FIBU) aber über seine Komponenten erzeugt werden. Diese Komponenten werden wiederum über Artikelmakros (Register "Text") zugeordnet. D.h. der Package-Artikel dient als optisches Bindeglied der Komponenten (ohne Lagerstandsprüfung), kann Daten an die Komponenten weiterreichen (z.B. Preise oder Mengen - nähere Informationen entnehmen Sie bitte dem Kapitel "Makros") und wird mengentechnisch in der Statistik geführt.

Hinweise

Folgende Punkte sind bei Package-Artikeln zu beachten:

 

ü Ein Package-Artikel darf nicht als Hauptartikel mit Ausprägung angelegt werden.

ü Das hinterlegte Makro darf keine Hauptartikel mit Ausprägungen beinhalten.

ü Das hinterlegte Makro sollte beim Aktualisieren des Preises beim Makroartikel auf Typ "3 - Änderungen immer übernehmen" eingestellt sein und bei den Artikeln im Makro sollte die Menge1 auf Typ "1 - aus dem Makroartikel übernehmen" eingestellt sein.

ü Package-Artikel sollten nicht in einem Belegendmakro verwendet werden.

ü Handelsstücklisten dürfen nicht Bestandteil eines Package-Artikels bzw. des jeweiligen Makros sein.

ü Bei Package-Artikel sollten keine Zeilen- / Belegformeln verwendet werden.

ü Der Package-Artikel darf nicht in Belegen für Teil- und Schlussrechnungen (WinLine ANAB) vorkommen.

ü Aufgrund der Berechnung der Preise kann es zu Rundungsdifferenzen zwischen Gesamtpreis Package-Artikel und Einzelkomponenten kommen!

ü Package-Artikel unterstützen keine Teillieferung, d.h. dürfen auch nicht in Aufträgen vorhanden sein, welche teilgeliefert werden.

ü Im Programm "Kundenbestellungen bearbeiten" wird der Package-Artikel des Kundenauftrags angezeigt, wobei eine Teillieferung nicht möglich ist. Die Komponenten des Package-Artikels können wiederum über das Symbol  angezeigt werden. Hierbei werden die Lagerbestände der einzelnen Komponenten mit 0 angezeigt.

 

Ø  Beleginfo

Sobald der Artikel in Belegen vorkommt ist eine Umstellung des Artikeltyps in der Regel nicht mehr möglich. Über die Anwahl des Buttons "Beleginfo" wird die "Artikel Info" geöffnet und dort die letzten Belege dargestellt, in welchen der Artikel enthalten ist.

 

Ø  Produktion / Bestellung

Mit Hilfe dieser Einstellung kann die Art der Disposition des Artikels bestimmt werden, wobei folgende Möglichkeiten zur Verfügung stehen:

 

ü  0 - Lagerproduktion
Es wird beim Druck eines Auftrages eine Dispozeile für den Artikel geschrieben. Über das Modul Einkauf können anschließend Lieferantenbestellungen erzeugt werden. Der Bestellvorschlag berücksichtigt den Artikel immer dann, wenn der Mindestlagerstand unterschritten wird.

 

ü  1 - Auftragsbezogene Produktion/Bestellung
Es wird für den Artikel ab dem Zeitpunkt des Drucks der Auftragsbestätigung automatisch eine Produktions- / Auftragsbezogene-Dispozeile erzeugt (abhängig vom Artikeltyp).
Handelt es sich um einen Produktionsartikel, so kann der spezifische Auftrag in einen Produktionsauftrag übergeleitet werden (auftragsbezogene Produktion). Bei Hauptartikeln bewirkt die auftragsbezogene Bestellung hingegen, dass automatisch beim Druck einer Auftragsbestätigung eine Lieferantenbestellung vorbereitet wird, unabhängig vom Lagerstand.

Achtung

Handelt es sich bei dem Artikel um eine Komponente einer Handelsstückliste bzw. einer Produktionsstückliste, so wird diese Einstellung ignoriert! Der Artikel wird dann wie bei "0 - Lagerproduktion" bzw. bei Aktivierung der Reservierung in den FAKT-Parametern wie bei "2 - Bestellung mit Reservierung" behandelt.

 

ü  2 - Bestellung mit Reservierung
Es werden die bestellten Mengen für diesen Artikel fix bis zur Auslieferung reserviert und können nicht anderwärtig vergeben werden. Voraussetzung dafür ist, dass die Bestellung aufgrund eines Kundenauftrages erfolgt und dass in den FAKT-Parametern die Reservierungen aktiviert wurden.

Hinweis

Beim Druck eines Kundenauftrages können für Artikel mit der Einstellung "1 - Auftragsbezogen Produktion/Bestellung" oder 2 - "Bestellung mit Reservierung" die Reservierungszeilen mit angedruckt werden (lt. FAKT-Parametern muss die Reservierung verwendet werden). Diese Reservierungszeilen können "Lieferantenbestellungen" und / oder "Reservierungen vom Lager" sein. Um diese Zeilen anzudrucken, muss das Flag "D" (Reservierungen) verwendet werden. Hierfür stehen als Variablen jene der Bestellvorschlagstabelle zur Verfügung.

 

Ø  Stückliste

Hier kann, abhängig vom Artikeltyp, eine Produktionsstückliste oder eine Handelsstückliste hinterlegt werden. Durch Anwählen des  Buttons kann sofort die Stückliste definiert werden (nähere Informationen entnehmen Sie bitte dem Kapitel Stücklistenstamm).

Hinweis

Handelt es sich um einen Produktionsartikel (entsprechende WinLine PPS-Lizenz vorausgesetzt), dann wird direkt in die WinLine PPS gewechselt, wo die Stückliste angelegt werden kann.

 

Ø  Stücklistenfenster

An dieser Stelle kann definiert werden, ob das Handelsstücklistenfenster / Produktionsstücklistenfenster beim Erfassen eines HSL- / PPS-Artikels geöffnet werden soll oder nicht. Hierfür stehen folgende Einstellungen zur Auswahl:

 

ü  0 - lt. FAKT-Parametern öffnen

ü  1 - immer öffnen

ü  2 - nie öffnen

 

Ø  Fertigungsstückliste

Handelt es sich um einen Handelsstücklistenartikel, so steht die Option "Fertigungsstückliste" zur Verfügung. Im Gegensatz zu einer "einfachen" Handelsstückliste weist eine Fertigungsstückliste folgende Besonderheiten auf:

 

ü  Bei einer Fertigungsstückliste kann im Artikelstamm eine Lagerortstruktur hinterlegt werden, d.h. die Nutzung von Lagerorten des LAGERMANAGEMENTs ist möglich.

ü  Im Verkauf wird ein Fertigungsartikel, unabhängig von anderen Einstellungen, immer vom Lager genommen. D.h. es geht nie das Stücklistenfenster auf, wodurch die Stückliste - im Kontext des Verkaufsbelegs - niemals erzeugt wird.

ü  Zur Fertigung einer Fertigungsstückliste steht das Programm "Fertigung" zur Verfügung, in welchem geplant und gefertigt werden kann.

ü  Unter Zuhilfenahme der Einkaufsprogramme ("Bestellvorschlag erstellen", "Bestellvorschlag bearbeiten", etc.) können automatisch Fertigungsbelege erstellt werden.

ü  Um eine gezielte Beschaffung von Komponenten für bestimmte Fertigungen zu gewährleisten, stehen im Einkaufsprogramm "Bestellvorschlag erstellen" spezielle Selektionen zur Verfügung.

Hinweis

Nähere Informationen zur Fertigungsstückliste und deren Anlage entnehmen Sie bitte dem Kapitel Die Fertigungsstückliste.

 

Ø  Prod. Mindestmenge / Prod. optimale Menge

Diese beiden Felder stehen nur zur Verfügung, wenn es sich beim Artikel um einen Produktionsartikel handelt. In den beiden Feldern kann jeweils eine entsprechende Menge angegeben werden, welche in weiterer Folge z.B. im Belegerfassen oder auch in Produktionsaufträgen zur Info angezeigt werden kann.

Bei Unterschreitungen der Produktionsmindestmenge in der Belegerfassung erfolgt eine entsprechende Meldung bzw. wird dies mit einem eigenen Symbol gekennzeichnet (dieses Symbol wird auch beim Einlesen eines Produktionsauftrages dargestellt). Sollte diese Prüfung bereits in der Stufe "Angebot" erfolgen, dann muss in den FAKT-Parametern festgelegt sein, dass bereits in der Stufe "Angebot" das Stücklistenfenster geöffnet wird.

 

Unterschreitung im Belegerfassen

 

 

Unterschreitung beim Einlesen eines Produktionsauftrages

 

Je nach Einstellung in den PPS-Parametern ist:

 

ü  diese Unterschreitung erlaubt

ü  diese Unterschreitung erlaubt, es wird jedoch eine entsprechende Meldung ausgegeben

ü  diese Unterschreitung nicht erlaubt.

 

Ø  Variantenvorschlag

Für Produktionsartikel kann in diesem Eingabefeld eine Variante bzw. ein "Variantenstring" in Verbindung mit der zugewiesenen Produktionsstückliste hinterlegt werden. Dieser String wird für Produktionsartikel vom Typ "1 - Auftragsbezogene Produktion/Bestellung" in den folgenden Fenstern, automatisch beim Erfassen des Artikels, vorgeschlagen:

 

ü  Belegerfassen (Kundenauftrag)

ü  Bestellvorschlag bearbeiten

ü  Produktionsvorbereitung

ü  Expressendmeldung

 

Kostenträgerrechnung

 

Ø  Kostenträger

Wird hier ein Kostenträger eingegeben, wird dieser in der Belegerfassung für die Kostenrechnungsbuchung vorgeschlagen.

 

Ø  Plankostenart

An dieser Stelle kann die Plankostenart für die Zeiterfassung (WinLine FAKT - Erfassen - Projektverwaltung - Zeiterfassung) hinterlegt werden.

 

Ersatzartikel

 

Ø  Ersatzartikel

Im Feld "Ersatzartikel" wird der Ersatzartikel eingegeben, der immer als erstes vorgeschlagen wird und somit die Priorität 0 hat.

Durch Anklicken des  Buttons können weitere Ersatzartikel mit verschiedenen Prioritäten in einer Tabelle eingetragen werden (nähere Informationen entnehmen Sie bitte dem Kapitel Ersatzartikelnummer).

Hinweise

Für Handelsstücklistenartikel können keine Ersatzartikel eingetragen werden.

 

Ø  automatischer Ersatz

Über die Option "automatischer Ersatz" kann definiert werden, wie die Funktion des Ersatzartikels verwendet werden soll, wobei folgende Optionen zur Auswahl stehen:

 

ü  0 - nie automatisch ersetzen
Wenn diese Option hinterlegt ist, dann verhält sich das Programm so, als ob kein Ersatzartikel hinterlegt wäre. Wenn allerdings in der Belegbearbeitung der Button "Artikel ersetzen" angeklickt wird, wird das Fenster "Ersatzartikelnummer - Auswahl" geöffnet und ein Ersatzartikel kann ausgewählt werden.

 

ü  1 - immer automatisch ersetzen
Wenn diese Option hinterlegt wird, dann wird in der Belegbearbeitung der Artikel sofort automatisch ersetzt, wobei eventuell vorhandene Weiterverzweigungen mit berücksichtigt werden. Wird ein Artikel mit dieser Option im Artikelstamm aufgerufen, dann erfolgt die Abfrage, oder der "Originalartikel" oder der "Ersatzartikel" aufgerufen werden soll.

 

ü  2 - fragen
Ist diese Option einstellt, dann wird bei jeder Aktion gefragt, ob der Artikel ersetzt werden soll oder nicht.

 

Ø  Verwendung

Mit dieser Option kann gesteuert werden, wie die Ersatzartikel verwendet werden sollen:

 

ü  0 - nur eigenen Ersatzartikel verwenden
Wenn diese Option eingestellt ist, dann kann nur eine Ebene eines Ersatzartikels verwendet werden.

 

ü  1- bis zum letzten Ersatzartikel suchen
Bei dieser Option können Ersatzartikel auch kaskadiert werden, d.h. es können mehrere Ebenen von Ersatzartikeln verwendet werden. Bei dieser Variante wird auch geprüft, ob der Ersatzartikel ggf. auf sich selbst verweisen würde - in dem Fall wird eine entsprechende Fehlermeldung angezeigt.

Beispiel

Beim Artikel A wird der Ersatzartikel B hinterlegt, beim Artikel B wird der Ersatzartikel C hinterlegt. Wird jetzt der Artikel A aufgerufen, wird der Artikel C verwendet.